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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Mindanao-Dieter vor 3 Jahre, 2 Monate.

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  • #9025

    Mindanao-Dieter
    Keymaster

    Teil 1

    Wir beliefern eine Werkskantine in einem „business park“ in unserem Barangay. Es sind dort unter anderem eine Sägemühle, mehrere alte und neue Lagerhäuser, ein Hotel, eine Schule und eine Wohnsiedlung angesiedelt.

    Zu „unserer“ Werkskantine kommen auch die Arbeiter von anderen Lagerhäusern, die keine eigene Kantine haben.

    PHILIPPINENKLUB - Arbeitsbedingungen für einfach Arbeiter

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    Das Vordach der Lagerhalle ist Kantinenraum für einige Tische und Bänke und auch der Umkleideraum für die Arbeiter, die auch hier ihre persönlichen Taschen und andere Dinge in einem zusammengehämmerten Regal ablegen können. Etwas weiter sind zwei Toiletten in ähnlichem Bauzustand.

    Dieses Unternehmen macht ihr Geschäft mit dem Umpacken von großen Gebinden in kleine Gebinde von Windeln und Damenbinden. Diese werden dann mit einem eigenen Logo versehen und an die lokalen Supermärkte und Malls in der Stadt verkauft.

    PHILIPPINENKLUB - Arbeitsbedingungen für einfach Arbeiter

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    Schauen wir mal in das Innere der Lagerhalle. Da arbeiten die Arbeiterinnen und Arbeiter in Gruppen im Akkord. Die Frauen packen die Kartons aus, zählen das Produkt ab und stecken diese in bedruckte Plastikbeutel und wieder in den Karton. Dann gehen die Kartons hinüber zu den Männern. Die nehmen die Plastikbeute und schweißen diese mit einem elektrischen Gerät zu, packen sie wieder in die Kartons, überkleben das Logo und stellen die Kartons weg zur Abrechnung.

    Nun kommt der Teil, wo ich mich zuerst aufgeregt hatte, als ich erfuhr, dass die Arbeiter diese elektrischen Schweißgeräte KAUFEN müssen und ihnen der Preis vom Lohn einbehalten wird.

    Das hört sich erstmal richtig böse an. Dann erklärte mir jemand, das habe mit der philippinischen Mentalität dieser Arbeiter zu tun. Alles was ihnen nicht persönlich gehört, würden sie nicht pflegen und gut behandeln und die Geräte wären sehr schnell nicht mehr brauchbar. Also, müssen sie sie kaufen und sind dafür verantwortlich, dass ihr Arbeitsgerät in Ordnung ist.

    Nun macht es auf einmal Sinn.

    Ein Fahrer, eine Verkäuferin oder Verkäufer, welche/r die Lieferscheine ausschreibt und eventuell auch Zahlungen annehmen darf, sitzen im Führerhaus, drei Helfer zum Be- und Entladen sitzen auf dem Dach. Ja, die bleiben da sitzen, während der ganzen Fahrt in die Stadt, durch die Stadt und zurück.

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    #9028

    Mindanao-Dieter
    Keymaster

    [caption id="" align="alignnone" width="694"]PHILIPPINENKLUB - Arbeitsbedingungen für einfache Arbeiter PHILIPPINENKLUB – Arbeitsbedingungen für einfache Arbeiter[/caption]

    PHILIPPINENKLUB - Arbeitsbedingungen für einfache Arbeiter

    Frische Ware aus Manila ist in einem Container angeliefert worden und muss entladen werden. Das muss per Hand geschehen, es gibt zwar Hubwagen aber keinen Stapler.

    Das ist etwas zeitaufwendiger aber was soll es.

    PHILIPPINENKLUB - Arbeitsbedingungen für einfache Arbeiter

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    #9052

    Mindanao-Dieter
    Keymaster

    Auch Leiharbeiter in den Philippinen haben ein schweres Arbeitnehmerdasein.

    PHILIPPINENKLUB - Gesellschaft - Leiharbeiter und ihre Arbeitsbedingungen

    Hier wird in einem der größten Industrieparks im Lande, der PHIVIDEC in den Gemeinden Tagoloan und Villanueva in der Provinz Misamis Oriental eine neue Luftzerlegungsanlage erbaut. Etwas weiter, an der gleichen Straße steht bereits eine.

    Die Arbeiter für den Neubau sind Leiharbeiter.

    PHILIPPINENKLUB - Gesellschaft - Leiharbeiter und ihre Arbeitsbedingungen

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    Diese Arbeiter haben nicht einmal eine Kantine zum Pause machen oder wo sie ihre Mahlzeiten einnehmen. Unter einem Baum haben sich ein oder zwei Frauen mit vorgekochtem Essen, Getränken einige Tüten Junkfood, Bonbons und Zigaretten niedergelassen.

    Eine Gruppe hat Pause, eine andere muss in der Zeit weiterarbeiten.

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