Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Mindanao-Dieter vor 3 Jahre.

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    Mindanao-Dieter
    Keymaster

    Wenn wir zum Eco-Village mit den Hunden laufen, treffen wir auch immer wieder auf die Menschen der Stämme, die dort beschäftigt sind. Sie hausen in einem alten, verlassenen Gebäude einer Satellitenstation. Nun kommen immer wieder Familienangehörige aus den tiefsten Bergen aus der Provinz Bukidnon, dort wohin man noch stundenlang laufen muss, wo der letzte Habal-Habal-Fahrer aufgegeben hat.

    Wir hatten angeboten zwei Männern und zwei Mädels zu helfen, in dem die Jungs bei uns Feuerholz aus dem gegenüberliegenden Wald machen würden und die Mädels im Haus helfen würden. Die Jungs sollten sich selber ins Verdienen bringen und erhielten zwar erstmal einen Vorschuss, damit sie das notwendigste kaufen konnten. Das notwendigste bestand dann, aus 1 kg Reis, 2 der billigen Fischkonserven und einer Menge Schachteln Zigaretten. Die Mädel erhielten von uns zu essen. Da lag wohl der Fehler in unserer Denkweise.

    Die Jungs nahmen den Mädels das Essen weg. Sehr schöner, edler Zug in diesem Stamm. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass dies immer so war, sondern erst, seitdem sie in Kontakt mit der Welt da draußen bekommen hatten.

    Am Anfang schafften sie noch gut, später wurde es dann schnell immer weniger, aber die Forderungen nach Vorschuss immer lauter. Da war Ärger vorprogrammiert. Am Sonntag wollten sie dann zu ihren Familienangehörigen am Eco-Village und zur Kirche. Sie schafften es die ersten zwei Sonntage nur bis zur Karaoke. Da waren sie dann um elf Uhr morgen besoffen und für den Kirchgang unfähig.

    Lange Rede kurzer Sinn, es hatte keinen Sinn. Den Mädels nahmen sie alles weg und forderten von ihnen, ihnen mehr anzuschleppen. Die Mädels wurden nach Hause geschickt, damit das aufhörte und ihre Arbeit machte auch kaum irgendwelchen Sinn.

    Nun sassen die Jungs da, hatten zwar immer noch Zigaretten, aber nichts zu essen. Dann gab es auch Ärger mit der Schwester meiner Frau, wo bei sie andeuten, sie würden ihr den Kopf abschneiden. Noch am selben Tag flogen sie raus, die Hunde standen knurrend und bellend bereit. Die Bolos und Äxte waren in Verwahrung genommen worden.

    Das sich nun nach dem erneuten Fehlschlag unsere Ansicht zur Hilfe und Selbsthilfe in „Grenzen“ hält wird man wohl verstehen. Das Positive, was diese Menschen kannten, hat diese junge Generation versoffen, sie haben ihre Einstellung des Stammes verraten.

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